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Weblog von Marix

„Indie Game: The Movie“ auf openSUSE

Startet man unter openSUSE, bzw. mit einem KDE-Desktop, von Steam aus „Indie Game: The Movie“, so kommt zwar ein archaisch wirkendes Xterm hoch, welches behauptet einem Adobe AIR zu installieren, allerdings passiert danach nichts mehr. Hat man Adobe AIR bereits installiert startet „Indie Game: The Movie“ ohne Probleme.

Hier kommen gleich mehrere Probleme zusammen:

Startet man unter openSUSE, bzw. mit einem KDE-Desktop, von Steam aus „Indie Game: The Movie“, so kommt zwar ein archaisch wirkendes Xterm hoch, welches behauptet einem Adobe AIR zu installieren, allerdings passiert danach nichts mehr. Hat man Adobe AIR bereits installiert startet „Indie Game: The Movie“ ohne Probleme. Hier kommen gleich mehrere Probleme zusammen: Adobe AIR unterstützt schon seit mehreren Jahren Linux offiziell nicht mehr. Es muss also eine alte Version installiert werden, welche dann natürlich nicht die modernsten Annahmen macht was die Linuxumgebung angeht Die Standardinstallation von Adobe AIR benötigt root-Rechte. Steam führt man allerdings normalerweise nicht als root aus, und das Skript welches die Installation durchführt fordert auch offensichtlich keine an. Adobe AIR will bei der Installation auf KWallet, oder alternativ den Gnome Keyring zugreifen. Auf openSUSE 13.1 mit KDE findet es aber, obwohl natürlich KWallet installiert ist, keinen von beiden. Woran genau die Installation scheitert habe ich nicht herausgefunden. Zur manuellen Installation ist zunächst Adobe AIR von der Archivseite http://helpx.adobe.com/air/kb/archived-air-sdk-version.html herunterzuladen. Es empfiehlt sich die letzte Version mit Linuxunterstützung, also die 2.6 Runtime, zun nutzen. Diese muss mit root-Rechten und Zugriff auf X ausgeführt werden. Hierbei ergibt sich dann das Problem, dass KWallet nicht gefunden wird. Adobe AIR ist eine 32-bit Anwendung, auf den inzwischen üblichen 64-bit-Systemen prüft es offensichtlich im falschen Verzeichnis auf die Existenz der Bibliothek. Legt man, an sich redundant, das korrekte Verzeichnis in die Umgebungsvariable LD_LIBRARY_PATH, so läuft der Installer erfolgreich durch. Nach dem Download ist also folgendes in einer Konsole auszuführen. chmod +x AdobeAIRInstaller.binsu # sudo gibt per default keinen Zugriff auf den laufenden X-ServerLD_LIBRARY_PATH=/usr/lib64 ./AdobeAIRInstaller.bin

Civilization 5, V-Sync und KDE

In Civilization 5 gibt es zwar eine V-Sync-Option, allerdings ist im Spiel dann bei mir doch das hässliche Tearing zu sehen gewesen. Die Lösung: Die Arbeitsflächeneffekte für Vollbildfenster deaktivieren. Diese, bzw. deren V-Sync-Einstellung scheint mit der von Civilization 5 zu kollidieren. Die Einstellung findet sich in den Systemeinstellungen unter „Arbeitsflächen-Effekte“->„Erweitert“.

Threema

Nach dem NSA-Skandal scheint sich jetzt mit Threema endlich mal ein Messanger fürs Handy zu implementieren, welcher aus Datenschutzsicht nicht eine komplette Katastrophe ist. Anders als WhatsApp, Google Hangouts, Facebook und SMS läuft hier die Kommunikation nicht unverschlüsselt durchs Netz, sondern wird für den Empfänger verschlüsselt.

Nach dem NSA-Skandal scheint sich jetzt mit Threema endlich mal ein Messanger fürs Handy zu implementieren, welcher aus Datenschutzsicht nicht eine komplette Katastrophe ist. Anders als WhatsApp, Google Hangouts, Facebook und SMS läuft hier die Kommunikation nicht unverschlüsselt durchs Netz, sondern wird für den Empfänger verschlüsselt. Da Threema auch nur dann ein beruhigendes Grün für den Kontakt anzeigt, wenn der Schlüssel des Kommunikationspartners einmal per QR-Code-Scan verifiziert wurde, trägt die App auch anders als solche welche die Schlüssel zentral verteilen nicht in trügerischer Sicherheit. Dennoch hat natürlich auch Threema Probleme. Da der Quellcode nicht offen liegt ist es unmöglich sicherzustellen, dass der geheime Schlüssel nicht doch irgendwie nach außen geleaked wird. Wichtiger ist aber, dass die Verkehrsdaten, oft auch Metadaten genannt, weiterhin an einer zentralen Stelle anfallen. Es reicht also immer noch eine Stelle anzugreifen um an diese Daten zu kommen. Als Alternative zu Whatsapp, Google Hangouts und Konsorten ist Threema definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Langfristig benötigt es aber eine ähnlich komfortable Lösung welche auf offenen Standards beruht, so dass eine komplett vertrauenswürdige Kette aufgebaut werden kann. Eine freie Implementierung würde es erlauben nach Hintertüren zu suchen. Insbesondere muss aber die Serverstruktur dezentralisiert werden, so dass nicht alle Verkehrsdaten an einem Punkt anfallen. Betreibt man einen eigenen Server, so müssen Nachrichten zu anderen Nutzen desselben die eigene Infrastruktur nie verlassen, und ein aufgemachter Server würde nur Verkehrsdaten von Nachrichten welche über diesen liefen betreffen, aber nicht die dritter. Im Prinzip gibt es Jabber und PGP ja auch schon die zugrundeliegende Infrastruktur für eine solche Lösung. Allerdings muss hier noch am Bedienkomfort gearbeitet werden. So bin ich beispielsweise mit den bisherigen Möglichkeiten Jabber-Nachrichten aufs Handy zu schieben unzufrieden, und auch die einfache Validierung des Kommunkationsschlüssels via QR-Code habe ich in einem solchen Setup bisher noch nicht gesehen. Ich bin natürlich auch per Threema zu erreichen. Fragt mich einfach nach meiner ID. Meine alte ID YYYZBANM solltet ihr bitte nicht mehr verwenden. Nach einem kuriosen Androidfehler habe ich diese verloren und hatte leider auch kein Backup. Selbst mit letzterem würde ich ihr allerdings auch nicht mehr trauen.

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